Samstag, 30. Mai 2020

Ohne ein einziges Wort - Rosie Walsh


Dieses Buch steht schon lange bei mir im Regal, warum ich es allerdings bisher nicht gelesen habe, weiß ich nicht.

Autorin: Rosie Walsh
Verlag: Goldmann 
Seiten: 528
ISBN: 978-3-442-48738-7
Preis: 9,99€ (Paperback)


Inhalt:
Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du.

Meine Gedanken zum Buch:
Das Cover gefällt mir von den Farben her echt gut, allerdings hätte man sich in Bezug auf die Geschichte vielleicht etwas anderes überlegen können.
Positiv beim Schreibstil ist definitiv die Ich-Perspektive. Als Leser erfährt man (fast) alles aus Sarahs Sicht, wodurch die Geschichte gleich viel näher am Leser ist. Mir hat allerdings wirklich die Seite von Eddie gefehlt...
Die Idee der Geschichte ist richtig gut und ich habe mich auf eine spannende Liebesgeschichte gefreut, bei der ich mit der Protagonistin mit fiebern kann. Leider muss ich aber sagen, dass mich das Buch ein wenig enttäuscht hat.
Die ganze Suche nach Eddie und der Frage, warum er einfach so verschwunden ist, ist sehr langatmig. Es beginnt rasant, doch wird immer schleppender. Es hat für mich an manchen Stellen solche Längen gehabt, dass ich Seiten nur noch überflogen habe. Das hat eigentlich kein Buch und auch kein Autor verdient, aber so ist es mir leider gegangen. Dazu kommt, dass Eddie mir von Anfang an nicht wirklich sympathisch gewesen ist. Er war mir viel zu geheimnisvoll, hat kaum etwas von sich selbst erzählt und machte auf mich nicht den gleichen Eindruck wie auf Sarah. Sarah hingegen habe ich gut verstanden, ich hätte wohl ähnlich gehandelt wie sie.
Beide haben eine Vergangenheit, die ihnen eine gemeinsame Beziehung schwer machen. Natürlich ist es schwer, in sieben Tagen eine Person vollkommen kennenzulernen, doch hier haben mir elementare Dinge gefehlt. Für mich gab es viel zu wenig Kommunikation zwischen den beiden. Eddies Verschwinden ist für mich überraschend gewesen, allerdings habe ich mit der Zeit geahnt, was dahinter steckt. Leider lag ich damit auch richtig, was mir den Spaß am Ende verdorben hat.
Alles in allem ist es trotzdem eine schöne Geschichte, die durchaus Spannung enthält. Für meinen Geschmack nur leider zu lang und zu durchsichtig.


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