Dienstag, 22. September 2020

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht von Jojo Moyes

 Dieses Buch hat mich vor allem deshalb angesprochen, weil ich mich sehr für die Zeit rund um den zweiten Weltkrieg interessiere.

Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt
Seiten: 544
ISBN:   978-3-8052-0029-5
Preis: 24€ (Hardcover)

Inhalt:
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.


Meine Gedanken zum Buch:
Jojo Moyes hat hier ein Buch geschaffen, das mich auf eine ganz eigene Art und Weise berührt hat. Ihr Schreibstil ist sehr einfühlsam und ich hatte keine Schwierigkeiten, die Charaktere zu verstehen.
Das Cover scheint auf den ersten Blick sehr unscheinbar zu sein, doch passt es meiner Meinung nach einfach perfekt zur Geschichte.
Alice ist eine junge Engländerin, die einen Amerikaner geheiratet hat und nun zu ihm gezogen ist. Als Leser merkt man recht schnell, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Allen voran ihr Schwiegervater macht ihr das Leben schwer. Ich hatte während des Lesens eine solche Wut auf den Mann, sodass ich gerne in das Buch gesprungen wäre und ihm eine geknallt hätte. Er war mir von Anfang an unsympathisch und das aus gutem Grund, wie sich herausstellt. Alice' Mann war für mich nur ein Schatten seines Vaters. Ihn konnte ich auch nicht verstehen und mit der Zeit entwickelte ich auch auf ihn eine gewisse Wut. Alice tat mir währenddessen einfach nur leid.
Die Satteltaschen-Bibliothek ist ihre Rettung und ich hatte sofort Hoffnung für Alice. Ich fand es so schön zu sehen, wie sie in ihrer neuen Aufgabe aufgeht und sich entwickelt. Allerdings stehen die Frauen der Bibliothek häufig vor Problemen, die ihnen das Leben schwer machen...
Dieses Buch vermittelt Mut und eine große Portion Hoffnung an jeden. Ich habe Alice und ihre Freundinnen bewundert und finde sie unglaublich stark.
Die Geschichte hat mich sehr berührt und mich gut unterhalten, sodass ich sie gerne weiterempfehle!



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