Dienstag, 12. April 2022

Ein wenig Leben - Hanya Yanagihara

Inhalt:

Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. »Ein wenig Leben« ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe.

Meine Gedanken:
Dieses Buch… wow. Es ist düster, es ist traurig, aber es hat hoffnungsvolle Momente und Momente voller Sonnenschein.

Jude ist ein gebrochener Mensch, der sich wertlos und unverstanden fühlt. Sein Leben ist eine Ansammlung von schrecklichen Erlebnissen, die seine Freunde erst nach und nach erfahren. Als Leser wird man immer tiefer in Judes Leben und Gedanken gezogen, bis man keine Chance mehr hat zu entkommen.

 

„Ich glaube, der Trick bei Freundschaften besteht darin, Menschen zu finden, die besser sind als man selbst – nicht klüger, nicht cooler, sondern liebenswürdiger und großzügiger und nachsichtiger -, und sie dann für das wertzuschätzen, was sie dir beibringen können, und ihnen zuzuhören, wenn sie dir etwas über dich sagen, ganz egal wie schlecht – oder gut – es ist, und ihnen zu vertrauen, was der schwierigste Teil ist. Aber auch der beste.“ (S. 284)

 

Ein Buch über Freundschaft und einen Mann, der versucht ein wenig zu leben. Immer wieder musste ich eine Pause beim Lesen einlegen und das Gelesene sacken lassen und verarbeiten.

Definitiv keine leichte Lektüre, aber ich bin so froh, dass ich mich getraut habe es zu lesen!




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