Von diesem Buch habe ich bisher noch nichts gehört, fand die Thematik allerdings sehr interessant, weshalb ich mir das Ebook gekauft habe.
Autorin: Katie Weber
Verlag: Self publishing
Seiten: 356
ISBN: 9783749467181
Preis: 10,99€ (Taschenbuch)
Inhalt:
Hollys
Leben könnte so einfach sein. Wäre da nicht dieser unfassbar
störende und auch noch ziemlich berühmte neue Mitbewohner, der die
junge Frau jeden Tag aufs Neue in den Wahnsinn treibt. Mit seiner
überheblichen Art schafft es Nathan immer wieder, Holly aus ihrem
Schneckenhaus zu locken, so sehr sie sich auch dagegen wehrt. Langsam
aber sicher scheint ihre Welt kopfzustehen und der anfangs so
verhasste Mitbewohner mausert sich zu einem unverzichtbaren Teil
ihres Lebens. Bis Holly eines Tages etwas erfährt, das ihr Universum
erneut rotieren lässt.
Meine Meinung:
Für mich ist es das
erste Buch von Katie Weber gewesen. Gut gefallen haben mir vor allem
die Perspektivwechsel, sodass man Einblicke in die Gedanken beider
Protagonisten erhält.
Holly lebt in dem Haus
ihrer verstorbenen Großmutter eigentlich mit ihren zwei besten
Freunden. Doch als diese ausziehen und plötzlich der Schauspieler
Nathan ein Zimmer bei ihr bezieht, stellt sich Hollys Welt auf den
Kopf. Holly weiß nicht so wirklich, was sie mit ihrem Leben anfangen
möchte und lebt mehr in den Tag hinein. Nathan lebt bei ihr und
macht ihr das Leben alles andere als leicht. Auf mich machte es immer
den Eindruck, als wüsste er alles besser und würde sich für etwas
besseres halten als Holly. Das hat mich unheimlich gestört, denn
unter diesen Umständen finde ich eine Annäherung der beiden doch
etwas bedenklich. Mir hat auch einfach die Handlung gefehlt.
Hauptbestandteil des Buches sind Gespräche zwischen Holly und
Nathan, die alles andere als freundlich ausfallen. Was beide in der
Zeit machen, in der sie nicht miteinander reden, kommt für den Leser
überhaupt nicht zur Geltung.
„Früher hätte ich
so eine Entscheidung nie gewagt. Heute aber wusste ich, nur der, der
etwas riskierte, hatte auch die Chance, seine Träume zu leben und
nicht nur zu träumen.“ (S.
347)
Womit ich ein weiteres
großes Problem hatte: wie die beiden sich gegenseitig angesprochen
haben. Bezeichnungen wie Bambi, Rehauge oder auch Idiot sind manchmal
vielleicht angebracht, doch bitte nicht ständig. Beide haben einen
Namen und ich finde es sehr sehr schade, dass dieser kaum bis gar
nicht verwendet wird.
Insgesamt konnte ich
leider keine Bindung zu den Protagonisten aufbauen und war mit der
Zeit immer mehr genervt vom Schreibstil und habe ihn als anstrengend
und sprunghaft empfunden. Das kommt wahrscheinlich daher, dass mir
einfach die normalen Handlungen gefehlt haben und man nur an sehr
wenigen ausgewählten Szenen ein Alltagsleben erkennen konnte.
Nichtsdestotrotz hat die
Geschichte von Holly und Nathan einen unterhaltsamen Charakter, da
die beiden wie Katze und Maus sind und ihrer gegenseitigen Anziehung
eigentlich nicht nachgeben wollen, was oftmals in witzige Szenen
mündet.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen