Autorin: Cameron Lund
Verlag: ONE
Seiten: 412
ISBN: 978-3-8466-0107-5
Preis: 12,90€ (Paperback)
Inhalt:
Die
18-jährige Keely steht kurz vor ihrem Highschool-Abschluss, und sie
freut sich schon riesig auf das Collegeleben. Doch eins ist für sie
klar: Bevor es so weit ist, will sie endlich ihr erstes Mal hinter
sich zu bringen. Auf keinen Fall kann sie sich am College als
Anfängerin in Sachen Sex outen. Ein Plan muss her, und Keely
beschließt, dass für das erste Mal niemand besser geeignet ist als
ihr bester Freund Andrew. Immerhin kennen die beiden sich schon ewig,
also werden ihnen bestimmt keine Gefühle im Weg stehen. Oder etwa
doch?
Meine Gedanken zum
Buch:
Vielen Dank an den Verlag
für das Rezensionsexemplar!
Wenn ich ehrlich bin,
habe ich zu Anfang nicht viel von der Geschichte erwartet. „Wenn
aus Freundschaft Liebe wird“ klingt für mich teilweise sehr
abgedroschen und „verbraucht“. Es gibt viele Bücher, die genau
von diesem Thema handeln. Doch hier wurde ich positiv überrascht.
Vorweg: natürlich finden
sich hier unzählige Klischees, die solch eine Geschichte mit sich
bringt. Die besten Freunde, er der Bad Boy, sie total unerfahren und
ein interessanter Boy, für den sich das Mädchen total unerfahren
fühlt. So weit, so gut. An einigen Stellen habe ich die Augen
verdreht und habe mich gefragt, ob das alles jetzt wirklich nötig
ist. Die Antwort lautet ja.
Keely ist das typische
schüchterne und unerfahrene Mädchen, dass immer als Kumpel, aber
nie als mögliche Partnerin angesehen wird. Sie ist in vielen ihrer
Handlungen sehr naiv, was für mich nicht ganz zu ihren 18 Jahren
passt. Auch ihre Freundinnen finde ich allesamt ein wenig fraglich,
zumindest zwei davon. Nichtsdestotrotz ist sie eine mir sympathische
Protagonistin, in deren Gedankenwelt ich mich wohlgefühlt habe.
Vieles konnte ich total gut verstehen, da einige ihrer Gedanken
meinen eigenen ähnlich sind. Auch wenn sie als schüchtern bzw
zurückhaltend beschrieben wird, so hat sie doch eine gewisse Stärke
und auch Mut in sich.
Andrew ist Keelys bester
Freund. Er erfüllt das Bild eines Bad Boys vollständig, ohne
Zweifel. Und doch wusste ich von Anfang an, dass er das alles nur aus
einem einzigen Grund macht. Welchen, das müsst ihr selbst lesen.
Sein Verhalten wurde für mich immer offensichtlicher, aber für
Keely machte das alles keinen Sinn. Ich habe mich herrlich über die
Gedanken der beiden amüsiert, da ich schon ahnte, auf was das ganze
zusteuert.
Ich finde, Cameron Lund
hat mit ihrem Schreibstil, der mir unheimlich gut gefallen hat, eine
authentische und ehrliche Geschichte geschaffen. Voller Klischees und
doch hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich es an zwei Abenden
gelesen habe.
Einzig und allein das
Ende hat mir gar nicht gefallen. Das ist vielleicht Geschmackssache,
aber für mich war es total unpassend und hat mir die Geschichte ein
wenig kaputt gemacht.
Trotzdem spreche ich eine
Leseempfehlung aus, denn das Buch konnte mich gut unterhalten und den
ein oder anderen Gedanken von Keely würde ich gerne jedem
Jugendlichen in die Hand drücken.

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