Das Buch wird stark kritisiert, weshalb ich neugierig wurde und es dann erst recht lesen musste.
Autorin: Nena Schink
Seiten: 240
ISBN: 978-3-95910-262-9
Preis: 14,95€ (Paperback)
Inhalt:
Nena
Schink ist süchtig. Ihre Droge: Instagram. Alles beginnt mit einem
Experiment: Für das Jugendportal vom Handelsblatt soll sie selbst
zur Influencerin werden. Nena, die sich sonst wenig um die Meinung
anderer schert, bettelt nun bei ihren Freundinnen um Likes und
Kommentare. Sie räkelt sich vierzig Minuten lang im Bikini auf einer
Wassermelonen-Luftmatratze, die sie nur fürs Foto mit in den Urlaub
genommen hat. All das kostet sie Zeit. Lebenszeit. Zwei Stunden
täglich. 14 Stunden wöchentlich. 672 Stunden jährlich. Das sind 28
Tage, ein ganzer Monat. Verschwendet an Instagram. Nena beginnt sich
zu fragen: Warum sexualisiert sich eine Generation, die alle Chancen
hat, freiwillig? Wieso machen wir uns abhängig von einer virtuellen
Scheinwelt? Für die Influencerinnen ist Instagram ein Geschäft.
Mehr nicht. Die Währung: Follower und Likes. Aber worin besteht
eigentlich ihr Job? Warum investieren große Mode- und Kosmetikfirmen
Tausende von Euros in die Mädchen hinter den Accounts? Nena will es
wissen, taucht ein in die funkelnde Instagram-Welt, trifft die
Influencerinnen in der Realität, besucht ihre glitzernden Events und
beschließt, etwas gegen diese Scheinwelt zu unternehmen. In ihrem
Buch zeigt sie auf, warum wir Instagram anders nutzen müssen.
Inklusive Lösungsvorschlägen für die eigene Instagram-Nutzung.
Ihre Botschaft: Hör auf ein Follower zu sein. Werde zum Influencer
deines eigenen Lebens.
Meine Gedanken zum
Buch:
Schon allein der
Titelzusatz „Wie Instagram unser Leben zerstört“ finde ich ein
wenig unpassend. Hier hätte auch einfach die Frage, ob dem wirklich
so ist, gereicht. Allerdings passt er seht gut zu dem, was sich im
inneren des Buches verbirgt, weshalb es sicherlich so gewollt gewesen
ist.
Manche Gedanken der
Autorin konnte ich nachvollziehen, gerade was das Thema Digital-Detox
angeht. Der Rest gleicht für mich aber einer Art „Hasstirade“.
Die Autorin nennt explizit Accounts beim Namen, was mir persönlich
gar nicht gefällt. Man muss nicht gut finden, was diese Accounts
zeigen, dennoch hätte man das ganze verallgemeinern und die Namen
weglassen können. Für mich machte es außerdem den Anschein, als
wollte die Autorin ihren Lesern vermitteln, dass sie DAS Rezept für
Instagram und den Umgang mit der App gefunden hat, was einfach
unpassend ist. Ein weitere Kritikpunkt ist, dass sie nur weibliche
Personen anspricht, ihr Buch scheint also nur für die weibliche
Leserschaft geschrieben zu sein. Das ist natürlich völliger
Quatsch, dennoch ist immer nur von „jungen Mädchen“ die Rede.
Leider kann ich in diesem
Buch nicht viel positives finden, es war einfach nicht mein Fall.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen