Nachdem auf es einen so großen Hype um dieses Buch gegeben hat, und ich auf der Frankfurter Buchmesse 2019 leider kein Glück hatte, habe ich mir dieses Buch zu Weihnachten gewünscht. Tami Fischer war mir schon vorher ein Begriff und ich war wirklich gespannt auf ihr Debüt.
Autorin: Tami Fischer
Inhalt:
Im
Liebesroman »Burning Bridges« von Spiegel-Bestseller-Autorin Tami
Fischer trifft die Studentin Ella auf den geheimnisvoll-attraktiven
Ches. Was sie nicht weiß: Er lebt im Untergrund, nur dort ist er vor
seiner Vergangenheit sicher. Und je näher sie ihm kommt, desto
größer wird die Gefahr, in die sie sich begibt …
Meine Meinung:
Schon
allein das Cover ist ein Hingucker. Die Farbe habe ich so noch selten
gesehen, was wirklich gut ist. Die kleinen Glitzerelemente
vervollständigen dieses wunderschöne Cover.
Anfangs
war ich skeptisch gegenüber dem Schreibstil. Ich finde, dass man bei
einem Debüt teilweise noch merkt, dass der Autor/die Autorin noch
nicht so viel Erfahrung hat. Jedoch waren hier meine Befürchtungen
umsonst. Ein unheimlich toller Schreibstil, der mich von Seite eins
an begeistern konnte und dem man so gar nicht anmerkt, dass es das
erste Buch der Autorin ist.
Die
Geschichte von Ella und Ches ist besonders. Anfangs dachte ich, dass
es ein typisches New Adult Buch voller Klischees wird.
Ausgangssituation ist folgende: Ella wird von ihrem Freund verlassen
und verlässt das Restaurant. In der dunklen Straße wird sie dann
von zwielichtigen Kerlen angesprochen. Ches kommt ihr an diesem Abend
zur Hilfe, doch er verschwindet spurlos. Auf mich wirkte das am
Anfang so, als ob Ches der typische Bad Boy ist, der sich nur nicht
so offensichtlich zeigen will. Doch falsch gedacht, denn so ist er
ganz und gar nicht. Ches lebt im Untergrund, womit ich erstmal nichts
anfangen konnte. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr reifte ein
Verdacht in mir...
„Der
andere Teil in mir war nicht ganz so sorgenfrei. Er verzweifelte an
der Frage, was Ches widerfahren sein könnte. Ich wollte ihm
unbedingt helfen. Ich hatte den schmerzerfüllten Ausdruck auf seinem
Gesicht nur ein einziges Mal sehen müssen, um zu wissen, dass ich
ihn so nie wieder sehen wollte. Es schreckte mich ab, wie tief seine
Dunkelheit reichte. Es machte mir Angst.“ (S. 214)
Ches
ist sehr geheimnisvoll und verschlossen, sodass man eigentlich keine
Chance hat, ihn kennenzulernen. Dieser Aspekt macht die ganze
Geschichte aus. Immer wieder blockt Ches persönliche Fragen ab,
sodass man nicht nur als Leser wütend wird, auch Ella ist irgendwann
genervt. Sie ist viel offener als Ches und trägt ein solches
Selbstbewusstsein in sich, dass ich wirklich gestaunt habe. Sie hat
immer einen Konter parat, ist stur und besitzt nahezu
unerschöpfliches Durchsetzungsvermögen. Wenn Ella sich etwas in den
Kopf gesetzt hat, dann bekommt sie das auch. Doch bei Ches
funktioniert das scheinbar nicht wie gewünscht.
Beide
Charaktere entsprechen nicht dem typischen New Adult Klischee, was
mir unheimlich gut gefallen hat! Ches Vergangenheit ist schwierig und
es dauert sehr sehr lange, bis er sich öffnet. Ich habe gelesen und
gelesen, um endlich herauszufinden, was Ches zu verheimlichen hat und
was der Untergrund ist. An manchen Stellen war mir das dann
allerdings doch ein wenig zu langatmig.
Ein
Buch, was nach Klischee klingt, es aber keinesfalls ist! Ches und
Ella sind zwei ganz besondere Protagonisten, die mir noch länger in
Erinnerung bleiben werden! Ein tolles und gutes Debüt, ich freue
mich auf Teil zwei!

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